Ringelröteln sind eine ansteckende Viruserkrankung, die vor allem bei Kindern vorkommt, aber auch Erwachsene betreffen kann. Viele Menschen kennen die typischen roten Hautausschläge, die dieser Krankheit ihren Namen geben. Da Ringelröteln oft mit anderen Kinderkrankheiten wie Masern oder Röteln verwechselt werden, ist es besonders wichtig, klare Informationen über diese Infektion zu haben.
Was sind Ringelröteln?
Ringelröteln gehören zu den klassischen Kinderkrankheiten und werden durch das Parvovirus B19 verursacht. Diese Viruserkrankung wird vor allem über Tröpfcheninfektion übertragen, zum Beispiel durch Husten oder Niesen. Der Ausschlag, der sich ringförmig auf der Haut zeigt, ist eines der auffälligsten Symptome. Trotzdem verlaufen viele Infektionen mild oder sogar unbemerkt.
Ursachen von Ringelröteln
Die Ursache von Ringelröteln liegt in der Infektion mit dem Parvovirus B19. Dieses Virus befällt die Schleimhäute und gelangt in den Blutkreislauf. Besonders während der kalten Jahreszeit verbreitet sich das Virus leicht in Schulen oder Kindergärten. Da es keinen lebenslangen Schutz vor einer erneuten Ansteckung gibt, können auch Erwachsene erkranken.
Wie werden Ringelröteln übertragen?
Ringelröteln sind hoch ansteckend. Sie verbreiten sich durch Tröpfcheninfektion, also beim Husten, Niesen oder Sprechen. Zudem kann eine Ansteckung über direkten Kontakt mit Speichel stattfinden. Besonders gefährlich sind Ringelröteln für Schwangere, da eine Infektion beim ungeborenen Kind Komplikationen verursachen kann.
Inkubationszeit von Ringelröteln
Die Inkubationszeit von Ringelröteln beträgt meist zwischen 4 und 14 Tagen. Das bedeutet, dass die ersten Symptome oft erst viele Tage nach der Ansteckung sichtbar werden. Während dieser Zeit kann die betroffene Person bereits ansteckend sein, ohne selbst etwas davon zu merken.
Typische Symptome von Ringelröteln
Die Symptome von Ringelröteln sind vielseitig, weshalb die Erkrankung leicht mit anderen Infektionen verwechselt wird. Besonders auffällig ist jedoch der charakteristische Hautausschlag.
Hautausschlag bei Ringelröteln
Der Ausschlag beginnt meist im Gesicht, oft auf den Wangen, und breitet sich dann über Arme, Beine und Rumpf aus. Er wirkt fleckig oder ringförmig, was zur Namensgebung geführt hat. Nach einigen Tagen verblasst der Ausschlag und kann erneut auftreten, wenn die Haut Wärme oder Sonne ausgesetzt ist.
Allgemeine Beschwerden bei Ringelröteln
Neben dem Hautausschlag treten oft grippeähnliche Beschwerden auf, zum Beispiel:
- Fieber
- Kopfschmerzen
- Gelenkschmerzen
- Müdigkeit
- Halsschmerzen
Diese Symptome sind besonders bei Erwachsenen häufig.
Verlauf der Ringelröteln

In den meisten Fällen verlaufen Ringelröteln’s harmlos. Der Ausschlag verschwindet nach ein bis zwei Wochen von selbst. Dennoch sollten Eltern aufmerksam sein, wenn ihr Kind erkrankt, da Komplikationen zwar selten, aber möglich sind.
Ringelröteln’s bei Kindern
Kinder sind am häufigsten von Ringelröteln’s betroffen. Oft zeigt sich bei ihnen nur der typische Ausschlag, ohne weitere Beschwerden. Da die Krankheit in Schulen oder Kindergärten schnell übertragen wird, treten häufig ganze Krankheitswellen auf.
Ringelröteln’s bei Erwachsenen
Bei Erwachsenen können die Symptome schwerer ausfallen. Besonders Gelenkschmerzen treten hier häufiger auf. Frauen sind davon häufiger betroffen als Männer. Auch Fieber und starke Müdigkeit können auftreten.
Gefahren von Ringelröteln’s in der Schwangerschaft
Ringelröteln’s in der Schwangerschaft sind ein besonderes Risiko. Wenn eine werdende Mutter sich infiziert, kann das Virus das ungeborene Kind erreichen. In seltenen Fällen kommt es dadurch zu Blutarmut beim Baby oder sogar zu Fehlgeburten. Deshalb sollten Schwangere engen Kontakt zu erkrankten Personen meiden.
Diagnose von Ringelröteln
Die Diagnose von Ringelröteln’s erfolgt meist durch den typischen Hautausschlag. Wenn die Symptome nicht eindeutig sind, kann ein Bluttest helfen. Damit lässt sich nachweisen, ob eine Infektion vorliegt oder ob bereits eine Immunität besteht.
Behandlung von Ringelröteln‘s
Da Ringelröteln’s durch ein Virus verursacht werden, gibt es keine spezifische Therapie. Die Behandlung konzentriert sich darauf, die Beschwerden zu lindern.
Symptomatische Behandlung von Ringelröteln
- Fieber kann mit fiebersenkenden Medikamenten behandelt werden
- Viel Flüssigkeit unterstützt den Körper beim Heilungsprozess
- Ruhe und Schlaf helfen dem Immunsystem
- Juckende Hautstellen können mit Lotionen oder kühlen Umschlägen beruhigt werden
Vorbeugung gegen Ringelröteln
Leider gibt es keine Impfung gegen Ringelrötelns. Die beste Vorbeugung besteht daher darin, den Kontakt mit erkrankten Personen zu vermeiden. Besonders Schwangere sollten vorsichtig sein. Regelmäßiges Händewaschen und hygienisches Verhalten können das Risiko einer Ansteckung verringern.
Unterschied zwischen Ringelröteln’s und Röteln
Viele Menschen verwechseln Ringelröteln’s mit Röteln. Beide Krankheiten verursachen Hautausschläge, haben aber unterschiedliche Erreger. Während Röteln durch das Rötelnvirus entstehen, sind Ringelröteln’s die Folge des Parvovirus B19. Auch die Risiken in der Schwangerschaft unterscheiden sich deutlich.
Wann sollte man bei Ringelröteln’s zum Arzt gehen?
In den meisten Fällen sind Ringelröteln’s harmlos. Trotzdem ist ein Arztbesuch sinnvoll, wenn:
- das Kind oder der Erwachsene hohes Fieber bekommt
- die Gelenkschmerzen sehr stark sind
- eine Schwangerschaft besteht
- das Immunsystem geschwächt ist
Ringelröteln und Schule oder Kindergarten
Kinder mit Ringelröteln’s dürfen meist wieder in die Schule oder den Kindergarten, sobald der Ausschlag sichtbar ist. Denn dann sind sie in der Regel nicht mehr ansteckend. Vorher sollten Eltern aber immer Rücksprache mit einem Arzt halten.
Ringelröteln’s bei Menschen mit schwachem Immunsystem
Personen mit geschwächtem Immunsystem haben ein höheres Risiko für Komplikationen. Dazu gehören Menschen mit chronischen Krankheiten oder Patienten, die Medikamente einnehmen, welche die Abwehrkräfte schwächen. Hier sollte ein Arzt engmaschig begleiten.
Forschung und Medizin rund um Ringelrötelns
Auch wenn Ringelröteln’s meist harmlos verlaufen, wird in der Medizin weiterhin geforscht. Ziel ist es, einen Impfstoff zu entwickeln oder wirksame Therapien für Risikopatienten zu finden.
Fazit zu Ringelröteln
Ringelröteln sind eine weit verbreitete Viruserkrankung, die vor allem Kinder betrifft, aber auch Erwachsene treffen kann. Der typische Hautausschlag ist das wichtigste Merkmal. In den meisten Fällen verläuft die Krankheit mild, dennoch gibt es Risiken für Schwangere oder Menschen mit schwachem Immunsystem. Eine gezielte Behandlung gibt es nicht, doch die Symptome lassen sich gut lindern.
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Häufig gestellte Fragen zu Ringelröteln
Ringelröteln sind eine Virusinfektion, die durch das Parvovirus B19 verursacht wird und vor allem bei Kindern vorkommt.
Ringelröteln sind besonders ansteckend, bevor der Hautausschlag sichtbar wird. Danach nimmt die Ansteckungsgefahr ab.
Die Krankheit dauert in der Regel ein bis zwei Wochen, kann aber je nach Allgemeinzustand variieren.
In den meisten Fällen schützt eine einmalige Infektion vor einer erneuten Ansteckung, dennoch gibt es Ausnahmen.
Das Virus kann das ungeborene Kind infizieren und Komplikationen wie Blutarmut oder Fehlgeburten verursachen.
Nein, aktuell existiert keine Impfung gegen Ringelröteln. Vorbeugung ist daher nur durch Hygienemaßnahmen möglich.